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4,5 digitale Tools für die Öffentlichkeitsarbeit

Digitale Öffentlichkeitsarbeit klingt erstmal nach großem Aufwand. Muss es aber nicht sein. Im zweiten Teil unserer Reihe „Digital gedacht – KI gemacht“ stellen wir dir 4,5 Tools und Kanäle vor, mit denen dein Verein online sichtbarer wird. Warum 4,5? Weil ein Tool fast überall helfen kann, aber nicht immer nötig ist.






Erst die Botschaft, dann das Tool


Damit Öffentlichkeitsarbeit im Verein wirklich funktioniert, braucht es zwei Dinge: gute Inhalte und die passenden Kanäle. Erstellt werden Inhalte zum Beispiel als Flyer, Social-Media-Post, Newslettertext, Veranstaltungsankündigung oder Website-Beitrag. Nach außen gelangen sie dann über Kanäle wie Website, Newsletter, Social Media oder Messenger-Gruppen.

Bevor ihr euch aber für ein Tool oder einen Kanal entscheidet, lohnt sich ein Schritt zurück: Was wollt ihr erzählen und wen wollt ihr erreichen?


Warum das wichtig ist und wie ihr diese Grundlagen entwickeln könnt, haben wir euch bereits erzählt. Um mehr zu erfahren, klickt hier.

In diesem Blogbeitrag stellen wir euch die wichtigsten digitalen Tools für die Öffentlichkeitsarbeit vor.



Die wichtigsten 4 Tools und 4 Kanäle für euren Verein


Die Website ist dabei meist das digitale Zuhause eures Vereins. Hier sollten Menschen schnell verstehen, wer ihr seid, was ihr macht, welche Termine anstehen und wie sie mit euch in Kontakt kommen können. Wichtig ist aber: Eine Website wirkt nur, wenn sie aktuell ist und gefunden wird. Für viele Vereine sind einfache Website-Builder wie Wix, Strato oder ähnliche Baukastensysteme oft praktischer als eine komplexe WordPress-Seite, weil Inhalte leichter gepflegt werden können. Mithilfe eine Website-Builders habt ihr quasi eine fertige Website, deren Inhalte ihr “nur” austauschen müsst. Das ist wesentlich weniger aufwendig als eine Seite zu programmieren und ihr könnt sie leichter eigenständig verwalten. Besonders hilfreich wird es, wenn weitere Funktionen wie Kontaktformulare, Newsletter, Shop oder Mitgliederverwaltung, wie Wix sie beispielweise beinhaltet, direkt mitgedacht werden.


Der Newsletter ist eine sinnvolle Ergänzung zur Website. Während eure Website Informationen bereitstellt, bringt der Newsletter diese Informationen aktiv zu den Menschen. Anders als bei Social Media seid ihr weniger abhängig davon, ob ein Algorithmus euren Beitrag zeigt. Der Newsletter landet direkt bei Personen, die sich bewusst dafür angemeldet haben. Gerade deshalb ist er gut geeignet für Einladungen, Rückblicke, Projektupdates und konkrete Mitmachmöglichkeiten. Ein Vorteil vieler Website-Builder ist, dass Newsletter-Anmeldung, Kontaktformulare oder einfache E-Mail-Funktionen oft direkt mitgedacht oder leicht integrierbar sind. Wer ein eigenes Newsletter-Tool nutzen möchte, kann sich zum Beispiel Brevo anschauen. Damit lassen sich Kontakte verwalten, Newsletter gestalten und Mailings planen. KI-Tools wie ChatGPT oder Claude können zusätzlich helfen, Newslettertexte zu kürzen, Betreffzeilen zu formulieren oder lange Veranstaltungshinweise in klare Einladungen zu verwandeln. Wichtig bleibt: Die KI liefert den Entwurf, ihr prüft Ton, Inhalt und Infos.


Für Social Media sind Tools wie Canva besonders hilfreich. Damit lassen sich Posts, Flyer, Plakate oder Story-Vorlagen auch ohne Design-Vorkenntnisse erstellen. Ihr startet nicht mit einer leeren Seite, sondern könnt Vorlagen nutzen und diese an euren Verein anpassen. Besonders praktisch ist das für regelmäßige Formate, zum Beispiel Veranstaltungshinweise, Rückblicke oder kleine Info-Posts. Gerade für Vereine lohnt es sich, mit wiedererkennbaren Vorlagen zu arbeiten: gleiche Farben, ähnliche Schriften, klare Bildsprache. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass eure Inhalte wiedererkennbar werden. Damit Social Media nicht jedes Mal spontan nebenbei passieren muss, hilft zusätzlich ein einfacher Contentplan. Dafür reicht oft schon eine Tabelle mit Datum, Thema, Kanal und Status. Mit Planungstools wie Later oder der Meta Business Suite könnt ihr Beiträge vorbereiten und zeitversetzt veröffentlichen. Meta Business Suite eignet sich vor allem für Facebook und Instagram, Later eher für die kanalübergreifende Planung. Entscheidend ist aber nicht, jeden Tag zu posten, sondern eine realistische Frequenz zu finden, die ihr wirklich halten könnt.


Messenger wie WhatsApp oder Signal können ergänzend sinnvoll sein, vor allem für Community-Management, alltägliches Austauschen, schnelle Erinnerungen oder kurzfristige Absprachen. Sie sollten aber nicht der einzige Ort sein, an dem wichtige Informationen landen. Sonst verschwinden Termine, Dokumente und Entscheidungen schnell im Chatverlauf.


Kurz gesagt: Die Website bietet Raum, Euch in Gänze vorzustellen, Social Media macht euch sichtbar und nahbar, der Newsletter hält Kontakt und Messenger tragen zur Community-Bindung bei.



Macht es euch leichter


Das klingt erstmal nach ganz schön viel. Und ja: Öffentlichkeitsarbeit kostet Zeit. Aber wenn ihr Mitglieder gewinnen, Veranstaltungen füllen oder über eure Vereinsarbeit aufklären wollt, führt kein Weg daran vorbei.


Die gute Nachricht ist: Ihr könnt es euch deutlich leichter machen!


Ein Markenkit spart jedes Mal Zeit. Wer bei jedem Post neu überlegen muss, welche Farbe, welche Schrift, welches Logo verwendet wird, verliert Energie an der falschen Stelle. In Tools wie Canva oder in Website-Buildern können Markenkits mit Farben, Schriftarten und Logo angelegt werden. Danach lässt sich jede Vorlage (egal ob Flyer, Post oder Visitenkarte) in wenigen Minuten anpassen, statt jedes Mal von vorne zu gestalten.


KI dein Freund und Helfer. Auch beim Schreiben müsst ihr nicht jedes Mal bei null anfangen. KI-Tools wie ChatGPT oder Claude können euch helfen, aus einer groben Idee einen ersten Textentwurf zu machen: für Veranstaltungshinweise, Newsletter, Social-Media-Posts oder kurze Website-Texte. Wichtig ist nur: Je mehr Kontext ihr gebt, desto besser wird das Ergebnis. Also nicht nur „Schreib einen Post“, sondern: Worum geht es? Wen wollt ihr erreichen? Wie soll der Ton sein?


Genau darum geht es im nächsten Beitrag. Dort zeigen wir euch konkrete KI-Hacks für die Öffentlichkeitsarbeit und geben euch fertige Prompts, die ihr direkt kopieren und für euren Verein anpassen könnt.


Was ihr nicht machen müsst


Zum Schluss noch eine kleine Entlastung: Ihr müsst nicht jeden Trend mitmachen. Ihr müsst nicht jeden Tag posten. Ihr müsst nicht überall gleichzeitig aktiv sein. Und ihr müsst auch nicht sofort KI in jeden Arbeitsschritt einbauen.

Besser ist: Wählt einen Kanal, den ihr realistisch pflegen könnt. Klärt, wen ihr erreichen wollt. Und startet mit einem einfachen Format.


Zum Beispiel:

  • ein Quartals-Newsletter

  • zwei Instagram-Posts pro Woche

  • eine aktuelle Terminseite

  • ein kurzer Rückblick nach jeder Veranstaltung

  • ein fester KI-Prompt für Veranstaltungstexte


Sichtbarkeit entsteht nicht durch Perfektion. Sichtbarkeit entsteht durch Klarheit und Wiederholung.


Wir halten fest

Gute Vereinsarbeit wird nicht automatisch sichtbar. Dafür braucht es klare Botschaften, passende Kanäle und eine Struktur, die im Alltag durchhaltbar ist. Die gute Nachricht: Vieles davon lässt sich mit einfachen Mitteln umsetzen. Eine aktuelle Website, wiedererkennbare Vorlagen, ein realistischer Contentplan und KI als Sparringspartner können schon viel verändern.


Wichtig ist nicht, möglichst viele Tools gleichzeitig zu nutzen. Wichtig ist, dass ihr verständlich zeigt, wofür euer Verein steht, was ihr bewirkt und wie Menschen Teil davon werden können. Denn am Ende geht es bei Öffentlichkeitsarbeit nicht darum, einfach mehr zu posten. Es geht darum, die richtige Einladung auszusprechen.



Bleib dran

Im nächsten Beitrag wird es noch praktischer: Dann schauen wir uns genauer an, wie KI euch bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen kann. Nicht abstrakt, sondern mit konkreten Prompts zum Kopieren, Anpassen und direkten Ausprobieren.



Du willst mehr wissen?


Die komplette Studie mit allen Ergebnissen findet ihr hier zum Download.


 
 
 

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